Manuelle Medizin
Manuelle Medizin
Die Manuelle Medizin ist ein Behandlungsverfahren, bei dem Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, wie z.B. segmentale Blockierungen, Verspannungen oder Bewegungseinschränkungen an Gelenken und der Wirbelsäule, ausschließlich mit den Händen diagnostiziert und behandelt werden. Sie lindert Schmerzen, verbessert die Beweglichkeit und verzichtet auf Spritzen oder Medikamente.
Mobilisierung von Hand: Anstelle von Geräten nutzt der Therapeut gezielte Handgriffe, Druck- oder Zugbewegungen, um Gelenke schonend zu mobilisieren.
Anwendungsgebiete: Rücken- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Schultergürtel- / Nackenschmerzen, sowie funktionell bedingte Schon- und Fehlhaltungen, die oft bei postoperativen Bewegungseinschränkungen oder nach einem Unfall auftreten. Manchmal ist 1 Behandlung ausreichend, je kürzer die Hintergrundgeschichte, desto häufiger lässt sich eine sogenannte Blockierung zügig lösen. Aber auch chronische Beschwerden sind der Therapie zugänglich. Hier können Folgeprobleme aus Kompensationsbelastungen (z.B. Schonhaltungen) oft deutlich gelindert werden. Der hier meist ursächliche strukturellen Schaden, wie z.B. eine Arthrose, kann zwar nicht beseitigt werden, jedoch reflektorische, schmerzhaft verfestigte Kompensationsmechanismen können gelindert werden. Oft ist eine Behandlung alle 4-8 Wochen ausreichend.
Ganzheitlicher Ansatz: Die Methode betrachtet den gesamten Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Faszien, Gelenke) und beinhaltet auch Dehn- oder Kräftigungsübungen, die Sie zu Hause selbst ausführen können.
Die Behandlung ist sanft und richtet sich IMMER in die schmerz-FREIE Bewegungsrichtung.
Manchmal ist es sinnvolle nach der Mobilisierung einen minimalen Impuls (= Manupulation) zu setzen, um eine Blockierung zu lösen. Dies ist gelegentlich verbunden mit einem hörbaren, aber in der Regel völlig schmerzlosen „Knacken“.
Es gibt klare Kontraindikationen zur Manuellen Therapie (z.B. Gefäßdissektionen, schwere Osteoporose, manche Tumorerkrankungen oder akute entzündliche Prozesse,...). Diese müssen inidviduell geklärt werden. Ebenso verlangt der Gesetzgeber eine schriftliche Aufklärung und Einverständnis zur Therapie.
Deshalb führe ich VOR JEDER ERSTEN BEHANDLUNG ein ausführliches Anamnesegespräch und eine entsprechende körperliche Diagnostik durch. Ich möchte Sie und Ihre Problematik genau kennenlernen. Dies dient Ihrer Sicherheit, meiner Behandlungsplanung und damit einer gegenseitigern Vertrauensbildung. Bei klarer Indikationsstellung und Ihrem Einverständnis kann bereits beim ersten Termin eine manuelle Behandlung durchgeführt werden.
In der Regel kombiniere ich in meinen Behandlungssitzungen
Manuelle Therapie mit klassischer Körper- und/oder Ohr-Akupunktur.
Die beiden Verfahren ergänzen sich sehr gewinnbringend.
Die initiale manuelle Lösung einer Blockierung kann durch die energetische Regulierung
und die stärkende, bzw. ausgleichende und beruhigende Wirkung der Akupunktur nachhhaltig konsolidiert werden.
Ist Manuelle Medizin wissenschaftlich?
Manuelle Medizin basiert auf einem fundierten Verständnis von Neurophysiologie, Biomechanik und funktioneller Anatomie:
Neurophysiologische Ebene (Reflexsteuerung):
Durch gezielte manuelle Impulse (z. B. schnelle Mobilisation) werden Propriozeptoren (Bewegungsmelder) in Gelenkkapseln und Muskeln aktiviert. Dies setzt inhibitorische (hemmende) Impulse auf Rückenmarksebene frei, die spastische Fehlspannungen der tiefen Muskulatur lösen und die Schmerzweiterleitung unterbrechen.Biomechanische Ebene (Gelenkmechanik):
Sogenannte „Blockierungen“ sind hypomobile Funktionsstörungen, bei denen das normale Gelenkspiel eingeschränkt ist. Manuelle Techniken wie Traktion (Auseinanderziehen) oder Gleitmobilisation stellen die physiologische Beweglichkeit wieder her und verbessern die Gleitfähigkeit der Gewebeschichten.Myofasziale Ebene (Stoffwechsel & Gewebe):
Faszien dienen als Kraftüberträger und sind eng mit der Muskulatur verbunden. Gezielter Druck löst Verklebungen und fördert dieDurchblutung und den lokalen Stoffwechsel, indem Abbauprodukte („Schlacken“) ausgeschwemmt und Nährstoffe besser aufgenommen werden.
Sie möchten mehr erfahren über Manuelle Medizin ? Lesen Sie gerne nach in der Borschüre der MWE & DGMM (Dt. Gesellschaft für Manuelle Medizin):